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Podcast Zusammenfassung:
Podcast Folge 3 – Turniere, Technik und Tennisspieler
In der dritten Podcastfolge geht es um Turniere, Technik und die besonderen Herausforderungen, die Tennisspieler beim Wechsel zum Padel mitbringen. Dazu kommen taktische Tipps, Kindertraining, Trainerausbildung und natürlich einige persönliche Geschichten. Zwischen fachlichem Input und viel Humor entsteht erneut ein Gespräch mit ganz unterschiedlichen Einblicken in den Padel-Alltag.
Turnierdebüt und die Welt der GPS-Turniere
Die Folge startet mit Marius‘ erstem offiziellen Padel-Turnier in Weiden. Bei einem GPS-250-Turnier gibt es direkt vor dem Start ein kleines Problem mit der Lizenz beziehungsweise der App, wodurch die komplette Einspielzeit verloren geht. Trotzdem laufen die ersten beiden Matches gut. Im Finale wartet schließlich ein Duo mit starkem Tennis-Hintergrund. Das Match geht mit 3:6 und 6:7 verloren, trotzdem fällt das Fazit positiv aus.
Anschließend geht es um das GPS-System im Padel und die verschiedenen Kategorien von GPS 50 über 100, 250 und 500 bis hin zu den höheren Turnierstufen. Dabei wird auch darüber gesprochen, was passiert, wenn Spieler die niedrigeren Kategorien verlassen und sich in höheren Turnieren etablieren möchten.
Technik: Lockeres Handgelenk und kompakte Vorbereitung
Eine Zuschauerfrage beschäftigt sich mit dem Handgelenk beim Padel. Grundsätzlich soll die Bewegung locker bleiben, während der Griff im Moment des Treffpunkts kurz stabilisiert wird. Als Übungen werden unter anderem das bewusste Öffnen und Schließen der Hand beim Volley sowie verschiedene Bewegungen ohne Ball genannt.
Auch die nicht-dominante Hand spielt eine wichtige Rolle – besonders bei der Vorbereitung und Rotation auf der Rückhand.
Bei Spielern mit Turnieren verändert sich der Fokus innerhalb der Woche: Anfangs mehr Aufbau, später mehr Matchnähe. Gleichzeitig spielt Kommunikation eine große Rolle. Man kann nicht immer „auf Brechstange“ trainieren, wenn jemand mental oder körperlich gerade nicht aufnahmefähig ist.
Danach geht es um die kompakte Schlagvorbereitung im Padel. Anders als im Tennis bleibt häufig nur sehr wenig Zeit. Gute Spieler können trotzdem aus einer ähnlichen Ausgangsposition unterschiedliche Bälle spielen – beispielsweise einen Lob, einen Chiquita oder einen offensiveren Ball.
Auch die Defensive wird thematisiert: Wer zwischen Grundlinie und Netz stehen bleibt, landet schnell im „Niemandsland“. Übungen wie 2-gegen-1-Situationen oder Cross-Defensive helfen dabei, diese Situationen besser zu verstehen.
Tennis trifft Padel: Stärken und typische Fehler
Tennisspieler bringen viele Vorteile mit: Sie können Geschwindigkeit gut verarbeiten, haben meist eine gute Koordination und fühlen sich auch am Netz wohl. Gleichzeitig können genau diese Gewohnheiten im Padel Probleme verursachen.
Viele Tennisspieler nehmen Bälle zu früh oder stehen zu weit vorne, weil sie es aus dem Tennis gewohnt sind. Im Padel kann es dagegen sinnvoll sein, einen Ball über die Scheibe kommen zu lassen und anschließend kontrolliert weiterzuspielen.
Anschließend werden Bandeja und Víbora genauer erklärt. Die Bandeja dient häufig dazu, den Netzvorteil zu halten oder zurückzugewinnen, während die Víbora offensiver gespielt wird und stärker über den seitlichen Spin funktioniert. Gerade bei Tennisspielern ist die Umstellung der Körperposition und des Treffpunkts ein wichtiger Punkt.
Wie spielt man gegen Tennisspieler?
Die taktische Frage, wie man gegen einen guten Tennisspieler spielt, führt zu einem weiteren spannenden Teil der Folge.
Grundsätzlich sollte man versuchen, dem Tennisspieler nicht genau das Spiel zu geben, das er aus dem Tennis kennt. Langsamere Bälle können beispielsweise den Rhythmus verändern. Als mögliche Zielbereiche werden unter anderem die Mitte und die Hüfte auf der Schlagarmseite genannt.
Auch der Lob ist ein wichtiges Mittel aus der Defensive. Ein hoher Lob verschafft Zeit und kann den Gegner zu einem schwierigen Überkopfball zwingen.
Dabei wird aber auch betont, dass es nicht die eine Taktik gegen Tennisspieler gibt. Entscheidend ist, wie viel Padel-Erfahrung der jeweilige Spieler bereits hat.
Ein weiterer wichtiger Gedanke ist die Unterscheidung zwischen einem technischen und einem taktischen Fehler. Ein Ball kann trotz einer guten Entscheidung technisch misslingen. Problematischer ist es, den falschen Ball zur falschen Zeit zu spielen – beispielsweise aus Ego oder weil man unbedingt einen spektakulären Schlag machen möchte.
Tennisspieler und der richtige Umgang mit ihren Stärken
Tennisspieler lernen Padel häufig relativ schnell, sollten aber aufpassen, neu gelernte Padel-Schläge nicht sofort überall einzusetzen.
Eine gerade gelernte Víbora ist nicht automatisch die beste Lösung für jede Situation. Manchmal ist ein einfacher Smash oder ein kontrollierter Ball sinnvoller.
Der erste Schritt sollte deshalb sein, Kontrolle aufzubauen und Fehler zu reduzieren. Die zusätzlichen technischen Möglichkeiten können anschließend gezielt eingesetzt werden.
Kindertraining, langsame Bälle und Trainerausbildung
Ein größerer Themenblock beschäftigt sich mit dem Training von Kindern. Gerade im Alter von etwa drei bis sechs Jahren stehen Bewegung, Koordination, Werfen, Fangen und der spielerische Umgang mit Schläger und Ball im Vordergrund. Technische Perfektion ist zunächst weniger wichtig als der Spaß am Sport.
Dabei können kleinere Felder, niedrigere Netze und weichere beziehungsweise langsamere Bälle helfen. Das Prinzip funktioniert auch bei Erwachsenen: Durch langsamere Bälle entstehen längere Ballwechsel und mehr Zeit für Technik und taktische Entscheidungen.
Danach geht es um die Ausbildung von Trainern. Besonders interessant ist die Frage, wie vorhandene Erfahrungen aus dem Tennis berücksichtigt werden können und ob theoretische Inhalte teilweise online vermittelt werden könnten, um die Präsenzzeit stärker auf die Praxis zu konzentrieren.
Turniere, Murmelcast und die persönliche Seite
Neben den fachlichen Themen gibt es auch wieder einige persönliche Geschichten. Es wird unter anderem darüber gesprochen, wie der Name Murmelcast entstanden ist und welche absurden Ideen rund um das Wort „Murmel“ dabei entstanden sind.
Auch die eigene Erfahrung bei Turnieren kommt zur Sprache. Dabei geht es nicht immer nur um das Ergebnis, sondern auch um den Spaß mit dem Partner und die gemeinsame Erfahrung. Fehlende Matchpraxis kann sich trotzdem bemerkbar machen – bis hin zu einer kuriosen Geschichte rund um ein 0:6, 0:6 und eine anschließende Trampolinverletzung.
Zum Ende wird die persönliche Frage gestellt, für welche Sportart man sich entscheiden würde, wenn man noch einmal als Jugendlicher anfangen könnte. Neben verschiedenen Sportarten fällt die Wahl schließlich auf Padel. Dabei geht es auch um das Leben als professioneller Padelspieler, Reisen, Training, Turniere, Partner und die Vereinbarkeit mit dem Privatleben.
Ausblick
Zum Abschluss wird auf kommende Turniere und weitere Inhalte geschaut. Ein Turnier mit dem eigenen Sohn steht an, außerdem sind zukünftige Formate wie Live-Matches, taktische Nachbesprechungen und Videoanalysen geplant.
Besonders spannend ist der Ausblick auf eine mögliche Analyse von Yannicks Tennis-Vorhand und Rückhand und die Frage, welchen Einfluss das Padel auf seine Tennistechnik genommen hat.



